Wie lassen sich LED-Beleuchtung ÖPNV energieeffizient und nachhaltig realisieren? Mit welchen lichttechnischen Innovationen sollten Ausrüster und Betreiber vertraut sein? Welchen Nutzen bietet intelligente Steuerungstechnik? Seit 1953 bietet NORKA LED-Beleuchtung für den öffentlichen Personenverkehr, die die hohen Anforderungen im Bahnumfeld erfüllt. Der Leuchtenhersteller hat sich eine umfangreiche Expertise für das Licht in gleisnahen Bereichen angeeignet, ist Leuchtenlieferant der Deutschen Bahn und bietet ein spezialisiertes Produktportfolio für die lichttechnisch hochwertige, energieeffiziente und langlebige Beleuchtung rund um Bus und Bahn.

Gute Sehbedingungen sind gerade in sicherheitsrelevanten Bereichen wie in Bahnhöfen und auf Bahnsteigen gefragt. Besonderes Augenmerk wird hier auf die Blendungseigenschaften von Leuchten gelegt. Prismen oder andere spezielle Optiken begrenzen den Lichtaustrittswinkel der Leuchten und stellen so eine Reduzierung der Blendung sicher. Zusätzlich unterstützt eine gleichmäßige Leuchtdichte an der Lichtaustrittsfläche eine angenehme Seherfahrung. Insbesondere für die Triebfahrzeugführer spielt die Blendungsproblematik eine große Rolle. Durch die verzögerte Anpassung des menschlichen Auges an die Umgebungsbeleuchtungsstärke, stellt die Einfahrt eines Zuges aus einem dunklen Bereich in einen beleuchteten Bahnhof eine mögliche Gefahrenquelle dar. Ist die Beleuchtung auf der Bahnsteiganlage zu hell, wird der Lokführer geblendet und kann im Gefahrenfall nicht reagieren. Ein wichtiger Wert für die Planung ist hierbei der TI-Wert (Threshold Increment oder auch Schwellwerterhöhung), der zur Bewertung der Planungssituation herangezogen wird. Eine niedrige Schwellwerterhöhung, beispielsweise maximal 15 % bei der Deutschen Bahn, ist dabei ein Zusammenspiel von durchdachtem Produkt in Kombination mit durchdachter Planung. Ebenso wichtig sind gute Sichtverhältnisse für die Fahrgäste, die sich im Bahnhof und am Gleis gut orientieren und problemlos zurechtfinden sollen. Was die Leuchten selbst betrifft, so müssen sie besonders robust sein und den rauen Umgebungsbedingungen zuverlässig und dauerhaft standhalten. Je nach Anwendungsbereich sind sie Bremsstaub, Schmierölen, Wasser und Reinigungsmitteln, transienter Überspannung und manchmal leider auch menschlicher Zerstörungswut ausgesetzt.

Strenge Vorschriften gilt es bei der Deutschen Bahn zu beachten. Neben den Vorgaben und Regeln der DIN EN 12464-2 oder DIN EN 12464-2:2007 sorgen konzerneigene elektro- und lichttechnische sowie Planungsvorgaben für Sicherheit für Mitarbeitende, Kundinnen und Kunden. NORKA Leuchten, die für den Einsatz bei der Deutschen Bahn gelistet sind, verfügen über SELV (Safety Extra Low Voltage) Betriebsgeräte und LED-Module. Das heißt, bei diesen Produkten ist ab der Sekundärseite eine galvanische Trennung vom Versorgungsnetz gegeben und die Speisespannung der LED-Module auf ungefährliche Werte begrenzt. So können Instandhaltungsarbeiten an der Beleuchtung nach kurzer Anweisung sicher ausgeführt werden. Um die Anzahl der möglichen Leuchten an einem Strang zu erhöhen, was vor allem für Sanierungen von Altanlagen interessant ist, verfügen die NORKA Leuchten über einen ENEC zertifizierten integrierten Einschaltstrombegrenzer. Dieser ist mit einem 4 kV Filter ausgestattet, um die Leuchten vor Netzstörungen zu schützen.


Auch das Thema Wasserdichtigkeit spielt bei der Beleuchtung immer wieder eine große Rolle. Sowohl Fahrzeuge als auch Haltestellen werden regelmäßig gereinigt: Waschstraßen und -plätze für Bahnen und Busse sorgen für glänzende Fahrzeuge, Reinigungsmannschaften nehmen sich den Verunreinigungen auf den Haltestellen beispielsweise mit dem Hochdruckreiniger an. Um sicherzustellen, dass auch die Beleuchtung diese Reinigungsprozesse unbeschadet übersteht, muss auf zwei Aspekte geachtet werden: Die Verwendung von Leuchten hoher Schutzart sowie die Beständigkeit gegenüber Reinigungsmitteln. NORKA Leuchten bieten in der Regel mindestens Schutz gegen das Eindringen Strahlwasser (IP 65), für die Reinigung mit Hochdruck- oder Dampfstrahl sind Leuchten mit der Schutzart IP 69K geeignet. In Werkstattbereichen ist chemische Beständigkeit gegenüber Benzin, Diesel oder anderen Schmierstoffen unabdingbar. In Bereichen, in denen Reinigungsmittel zum Einsatz kommen, muss auf die Wahl des passenden Materials geachtet werden. Denn mitunter werden die Gehäusematerialien chemisch angegriffen und im Laufe der Zeit lässt dadurch die Stabilität nach.
Stromausfälle stellen in öffentlich zugänglichen Bereichen und am Arbeitsplatz eine gefährliche Situation dar. Um hier Panik und Verletzungen zu vermeiden, muss ununterbrochen eine ausreichende Sicht sichergestellt sein. Hier setzt die Notbeleuchtung an, die das sichere Verlassen von Bauten, Haltestellen und Tunneln ermöglicht. Sowohl die Ertüchtigung der Leuchten für Zentralbatteriesysteme als auch die Ausfertigung als Einzelbatterie-Notleuchte ist bei vielen Modellen möglich.
Allein durch den Austausch einer konventionellen Beleuchtung durch eine moderne LED-Ausrüstung können für den Betrieb der Lichtanlage Kosteneinsparungen von bis zu 50 % und mehr erzielt werden. Mit dem Einsatz eines intelligenten Steuerungssystems, beispielsweise in Wartungshallen mit einer tageslichtabhängigen Regelung der Lichtstärke, und durch die geringeren Wartungskosten dank langlebiger LED-Leuchtmittel kann diese positive Bilanz noch weiter verbessert werden. Hinzu kommt der Gewinn an Sicherheit und Komfort, sowohl für die Mitarbeiter als auch die Fahrgäste des öffentlichen Personennah- und -fernverkehrs.
