Die IP-Schutzart (Ingress Protection Rating) ist ein internationaler Standard, der in der Norm DIN EN 60529 festgelegt ist. Sie gibt an, wie gut ein elektrisches Gerät gegen das Eindringen von Fremdkörpern (z. B. Staub) und Feuchtigkeit (z. B. Wasser) geschützt ist. Die Schutzartenangabe setzt sich aus den Buchstaben "IP" gefolgt von zwei Ziffern zusammen. Für jede Ziffer ist der jeweilige Schutzumfang definiert.
Erste Ziffer
Schutz gegen feste Fremdkörper (z. B. Staub, Berührung)
Zweite Ziffer
Schutz gegen Wasser (z. B. Spritzwasser, Strahlwasser, Untertauchen)
Die Wahl der richtigen Schutzart beeinflusst den Wartungszyklus und die Lebensdauer der Leuchte. Ist eine unpassende Schutzart für den jeweiligen Einsatzzweck gewählt, können häufige Wartungen und eine verkürzte Lebensdauer die Folge sein.
Die Schutzgrade der IP-Codes reichen von niedrigem Schutz wie bei dekorativer Beleuchtung bis zu sehr hohem Schutz bei Leuchten mit der Kennzeichnung IP 65, IP 66, IP 67 oder IP 68 und IP 69K. Vor allem im industriellen Bereich werden Leuchten hoher Schutzart eingesetzt, die staubdicht und wasserdicht sind.
IP-Code | Beschreibung |
|---|---|
0 | Kein Schutz |
1 | Schutz gegen große Fremdkörper > 50 mm |
2 | Schutz gegen mittelgroße Fremdkörper > 12 mm |
3 | Schutz gegen kleine Fremdkörper > 2,5 mm |
4 | Schutz gegen kornförmige Fremdkörper > 1 mm |
5 | Staubgeschützt |
6 | Staubdicht |
IP-Code | Beschreibung |
|---|---|
0 | Kein Schutz |
1 | Schutz gegen senkrecht fallendes Tropfwasser |
2 | Schutz gegen schrägfallendes Tropfwasser |
3 | Schutz gegen Sprühwasser |
4 | Schutz gegen Spritzwasser |
5 | Schutz gegen Strahlwasser |
6 | Schutz gegen starkes Strahlwasser |
7 | Schutz bei zeitweiligem Untertauchen |
8 | Schutz beim Untertauchen |
9K | Schutz gegen Eindringen von Wasser bei Hochdruckreinigung oder Dampfstrahlreinigung |
Tabelle: Übersicht über alle einzelnen IP-Code Angaben und ihre Bedeutung

Eine Leuchte mit der Schutzart IP 65 ist als "staubdicht" (erste Ziffer 6) und "geschützt gegen Strahlwasser" (zweite Ziffer 5) ausgewiesen. Leuchten dieser Schutzart können in Umgebungen eingesetzt werden, in welchen Staub möglicher Störfaktor ist. Auch moderate Reinigungsarbeiten an den Leuchten wie Abwischen oder der Einsatz in unüberdachten Außenbereichen ist damit möglich.
Unsere Leuchten sind für den Einsatz in professionellen und industriellen Umgebungen designt, deshalb umfasst das Portofolio von NORKA LED-Leuchten die IP-Schutzarten von IP 65 bis zu IP 69K.
In der Praxis werden die Begriffe Schutzart und Schutzklasse oft verwechselt.
IP-Schutzart: Die IP-Schutzart beschreibt den Schutz gegen Fremdkörper und Wasser (z. B. IP 65, IP 67).
Schutzklasse I, II oder III: Eine IP-Schutzklasse gibt es in den gängigen Normen nicht. Der Begriff Schutzklasse gibt an, nach welchem technischen Prinzip der Schutz vor elektrischem Schlag sichergestellt wird.
Ein typischer Fehler in der Planung ist die Annahme, dass eine hohe IP-Schutzart automatisch auch eine sichere Schutzklasse bedeutet. Beide Faktoren müssen getrennt betrachtet werden.

Die Prüfung der Schutzarten erfolgt nach verschiedenen Verfahren, je nach Anforderung. So wird die Prüfung der Staubdichtigkeit mithilfe einer Staubkammer durchgeführt. Im Anschluss wird geprüft, ob eine Verunreinigung des Gehäuseinneren vorliegt. Die Prüfung der Beständigkeit gegen dem Eindringen von Wasser erfolgt mit unterschiedlichen Wassermengen - mittels Düsen - oder Druckbehältern.


Die Auswahl des passenden IP-Schutzes ist ein wichtiger Faktor für die Sicherheit und Effizienz von Beleuchtungslösungen in der Industrie. Unzureichender Schutz kann zu Ausfällen oder Sicherheitsrisiken führen. Staub, Wasser, Chemikalien und mechanische Belastungen stellen hohe Anforderungen an Industriebeleuchtung. Folgende Faktoren sollten bei der Auswahl einer Leuchte in Hinblick auf die IP-Schutzart berücksichtigt werden:

Die Wahl der passenden IP-Schutzart ist ein wichtiger Faktor bei der Beschaffung von Leuchten. Sie trägt wesentlich zur Langlebigkeit der Produkte bei, da sie vor dem Eindringen von Staub und Feuchtigkeit schützt. Dies verhindert Schäden an elektrischen Bauteilen und verlängert die Lebensdauer der Leuchte – besonders in anspruchsvollen Einsatzbereichen.
Zudem führt eine geeignete Schutzart zu einem geringeren Wartungsaufwand. Da weniger Defekte auftreten, sinken die Instandhaltungskosten, und der Betrieb wird effizienter. Gerade bei schwer zugänglichen Installationen ist das ein klarer Vorteil.
Auch die Sicherheit profitiert: Ein hoher Schutzgrad verringert das Risiko von Kurzschlüssen, elektrischen Defekten und daraus resultierenden Bränden. Dies ist insbesondere in sensiblen Bereichen wie Industrieanlagen, öffentlichen Einrichtungen oder feuergefährdeten Zonen von hoher Relevanz.
Insgesamt ist die IP-Schutzart ein entscheidendes Kriterium für einen zuverlässigen, wirtschaftlichen und sicheren Leuchtenbetrieb.
