Energieeffizient, zentral überwach- und steuerbar, langlebig sowieso: NORKA liefert das Beleuchtungssystem für die neuen Gebäude der Hamburger Großkläranlage auf dem Köhlbrandhöft.
Nicht nur Hamburg, auch Buxtehude, Reinbek oder Kayhude schicken ihre Abwässer in Richtung Köhlbrandhöft. Dort, in Sichtweite der Container-Terminals des Hamburger Hafens, werden im Jahr enorme 150 Millionen Kubikmeter Abwässer behandelt, bevor sie in die Elbe fließen. Das Wasser kommt aus privaten Haushalten, aus der Industrie oder ist Mischwasser aus Niederschlägen. Im Klärwerk Köhlbrandhöft arbeiten 556 Pumpen, 250 Mitarbeiter und Myriaden emsiger Mikroorganismen übernehmen die biologische Reinigung.

Energieeffizient, zentral überwach- und steuerbar, langlebig sowieso: NORKA liefert das Beleuchtungssystem für die neuen Gebäude der Hamburger Großkläranlage auf dem Köhlbrandhöft.

Trotz der enormen Volumina arbeitet das Klärwerk energetisch autark, produziert seinen Strom also selbst – aus Faulgas, Klärschlamm, Wind und Sonne. Es wird alles getan, um die Energieeffizienz zu maximieren – auch auf der Beleuchtungsebene, etwa in der neuen Sandbehandlungshalle und dem ebenfalls neuen Rechengebäude. Sowohl die Allgemein- wie die Sicherheitsbeleuchtung realisierte man komplett mit LED-Leuchten aus dem Hause NORKA. Denn die arbeiten effizient, sind langlebig und integrieren sich in das digitale Steuerungskonzept des Klärwerks.
In beiden Maschinenhallen kommt die ERFURT LED zum Einsatz, ein Leuchtentyp, der auch in chemisch aggressiver Atmosphäre zuverlässig seinen Dienst tut. In den Fluren und Treppenhäusern findet sich die NORKA-Leuchte MÜNCHEN LED, als Rettungszeichenleuchte wurde SCHÖNEFELD verbaut. Als Beleuchtungsspezialist für schwierige Umgebungen testet NORKA seine Werkstoffe auf Beständigkeit gegenüber verschiedenen chemischen Stoffen. Aber nicht nur die Leuchten selbst, auch die zugehörigen Tragschienen sind auf maximale Beständigkeit ausgelegt, selbstverständlich auch in Bezug auf Klärgase. Daher wurden im Klärwerk Köhlbrandhöft teilweise auch explosionsgeschützte Elemente verbaut.

In den Fluren und Treppenhäusern findet sich die NORKA Leuchte MÜNCHEN LED, als Rettungszeichenleuchte wurde SCHÖNEFELD verbaut.
Ein Teil der Leuchten ist mit Batterien ausgerüstet – notwendige Funktions- und Laufzeittests lassen sich gemäß EN 50172 / VDE 0108 automatisch, zentral sowie in definierten Zeitintervallen durchführen. Alle Ergebnisse werden normgerecht dokumentiert. Dieses Feature war explizit von der Bauherrin und Betreiberin der Kläranlage, Hamburg Wasser, gefordert. NORKA, schon in andere Projekte von Hamburg Wasser erfolgreich eingebunden, löste diesen Teil des Pflichtenheftes auf Steuerungsebene. Bei Notleuchten in großer Höhe griff man übrigens auf externe Notlichtversorgungsgeräte des Typs PASSAU LED mit wartungsfreien NiMH-Akkus zurück. Die befinden sich nicht in den Leuchten, sondern auf Bodenniveau, was die Zugänglichkeit verbessert und damit den Wartungsaufwand erheblich reduziert.

Unsere SCHÖNEFELD weist im Notfall den Weg.
Natürlich ging es nicht nur um Leuchten allein, sondern um deren Einbindung in ein komplexes, sensorisch unterstütztes Steuerungssystem mit Anbindung an das zentrale Prozessleitsystem. Und schließlich war noch die Einbindung von Außenleuchten eines anderen Herstellers gefordert. Radarsensoren detektieren in den weitläufigen Hallen Bewegungen und dimmen die dort installierten Leuchten automatisch auf 200 Lux hoch, nach einer bestimmten Zeit ohne detektierte Bewegung werden die Leuchten wieder heruntergedimmt. Radarsensoren bieten gegenüber Infrarot-Sensoren eine bessere Auflösung und erlauben, bestimmte Bereiche in den Maschinenhallen voller Anlagentechnik gezielter zu erfassen. Zwar sind in den Hallen noch Taster für die manuelle Bedienung vorhanden, doch ist der Automatik-Betrieb die Regel. Denn der sorgt sowohl für effizientere Energieverwendung wie auch eine mehr Arbeitssicherheit.


In den weitläufigen Hallen detektieren Radarsensoren Bewegung und dimmen die Beleuchtung bei Nutzung automatisch hoch.
Sämtliche Leuchten eines Gebäudes laufen im zentralen, komplett vorverdrahtet von NORKA Automation angelieferten Schaltschrank zusammen. Über das Touch-Bedientableau in der Schrankfront lässt sich die Automatik bei Bedarf manuell übersteuern – etwa dann, wenn lokale Wartungsarbeiten anstehen oder die Lichtzeitprofile anzupassen sind. Jede dieser Schalteinheiten koppelt ihre Informationen über definierte Schnittstellen in das übergeordnete zentrale Prozessleitsystem der Kläranlage ein. Somit laufen Statusdaten und auch Fehlermeldungen zentral in der Leitwarte auf, von hier können Abfragen erfolgen und dem Wartungspersonal automatisiert Arbeitsaufträge erteilt werden. Das offenangelegte Steuerungssystem von NORKA Automation integriert sogar die Außenleuchten eines anderen Herstellers – sie sind ebenfalls in der Warte aufrufbar und prüfbar. Übrigens gilt dies auch für die großen, leuchtenden Logos auf den Fassaden.

Der Schaltschrank, komplett vorverdrahtet geliefert von NORKA Automation, dient als zentrale Steuerungsanlage.
Und so zeigt das Projekt beispielhaft, welches synergetische Potenzial eine gesamtheitliche Lösungsentwicklung durch NORKA entfalten kann. Neben der konkreten Auswahl passender Leuchten und Notbeleuchtung, schließt dies besonders die Konzeption der Steuerung inklusive der Programmierung des Steuerungssystems, der Energieverteilung und letztlich auch die konkrete Unterstützung der Planerseite ein.
Fotos: NORKA/Frieder Blickle