Energieeffiziente LED-Leuchten sorgen in Karlsruhe für helle und nachhaltige Beleuchtung der U-Bahn-Stationen. Die Stadt in Baden gilt als Pionierkommune im ÖPNV: Ihre Stadtbahnlinien wurden erfolgreich umsteigefrei in die umliegenden Regionen verlängert. Durch die steigende Nachfrage stießen die innerstädtischen Strecken bald an ihre Kapazitätsgrenzen. Seit Ende 2021 fahren die Bahnen daher unterirdisch durch das Stadtzentrum.
Für die neuen Stationen setzt Karlsruhe auf die robusten und langlebigen LED-Leuchten von NORKA. Sie bieten nicht nur eine hervorragende Lichtqualität und angenehme Atmosphäre, sondern sparen dank modernster Technik auch Energie – ein wichtiger Beitrag zu nachhaltigem ÖPNV. Mit diesen energieeffizienten LED-Leuchten profitieren Fahrgäste von sicheren, gut ausgeleuchteten Stationen, während Stadt und Betreiber Kosten reduzieren und Ressourcen schonen. NORKA unterstützt Städte und Verkehrsbetriebe dabei, effiziente LED-Beleuchtungslösungen für Stadtbahn- und U-Bahn-Stationen umzusetzen – für mehr Komfort, Sicherheit und Nachhaltigkeit im öffentlichen Verkehr.

Für die komfortable Beleuchtung der Stationen sorgen NORKA Leuchten.
Es hat lange gedauert. Doch die Verlegung der zentralen Karlsruher Stadtbahnstrecke bei laufendem Betrieb in den Untergrund war ein Kraftakt, schließlich führte die Baustelle mitten durch das Herz der Stadt und der pulsierenden Stadtgesellschaft. Die Karlsruher*innen hatten sich im Jahr 2002 per Bürgerentscheid dafür ausgesprochen, die Stadtbahn im Bereich der Kaiserstraße in den Untergrund zu verlegen. Nach rund zwölf Jahren Bauzeit ist die stark frequentierte Einkaufsstraße nun eine echte Fußgängerzone geworden. Entlang der 3,4 Kilometer langen Strecke befinden sich nun sieben unterirdische Haltestellen, geplant von den Münchner Architekten Allman Sattler Wappner und illuminiert durch das Büro Ingo Maurer. Die beiden Büros beteiligten sich 2004 gemeinsam am Wettbewerb zur Konzeption der Haltestellen und gingen als Sieger hervor.

Die sieben Haltestellen sind dem Stadtgefüge entsprechend zwar geometrisch ganz unterschiedlich aufgebaut, folgen gestalterisch jedoch einer Grundidee. Die da lautet: Reduktion, ruhige Optik, helle Atmosphäre, differenzierte Oberflächen und homogenes Licht.
Die sieben Haltestellen sind dem Stadtgefüge entsprechend zwar geometrisch ganz unterschiedlich aufgebaut, folgen gestalterisch jedoch einer Grundidee. Die da lautet: Reduktion, ruhige Optik, helle Atmosphäre, differenzierte Oberflächen und homogenes Licht. Das wiederum kommt von Ingo Maurer – beziehungsweise von NORKA Leuchten. Das Hamburger Unternehmen lieferte technische Serienleuchten des Typs ZUG LED, die von den Lichtplanern aber ganz anders als üblich eingesetzt wurden. „Technisch“ bedeutet eben nicht zwangsläufig eine gestalterische Einschränkung, sondern ermöglicht Freiheiten. Zumindest, wenn man kreativ weiterdenkt. Und das hat das Team um Sebastian Utermöhlen, Verantwortlicher für Großprojekte bei Ingo Maurer, auf eindrucksvolle Weise getan.

NORKA lieferte technische Serienleuchten des Typs ZUG LED, die von den Lichtplanern aber ganz anders als üblich eingesetzt wurden. „Technisch“ bedeutet eben nicht zwangsläufig eine gestalterische Einschränkung, sondern ermöglicht Freiheiten.
Das Lichtkonzept für die Bahnsteigebene greift die Oberleitung auf, jenes Element, das in allen Stationen präsent ist, aber eigentlich unter der Wahrnehmungsschwelle rangiert. Tatsächlich legen die Lichtplaner eine zweite, ja dritte Oberleitungsschicht durch die Stationen – quer zur Gleisrichtung, bestehend aus Stahlseilen, Klemmen, Abspannungen und Isolatoren. Dieses „Seilgespinst“, wie Utermöhlen das filigrane, sich überlagernde Konstrukt nennt, dient letztlich dazu, die Rohrleuchten zu tragen. Auf den ersten Blick scheinen sie auf jeweils zwei Seilpaaren nur aufzuliegen, als würden sie in den luftigen Raumvolumen schweben. Natürlich sind sie sicher fixiert, was durch Aufhängetests im 1:1-Modell erprobt wurde. Dabei legten die Lichtplaner auch die Platzierung jeder einzelnen Rohrleuchte fest, genauso wie die exakte Form der herausführenden Kabelschlaufen. Oder, um in der Maurerschen Poesie zu sprechen, die Leuchten wurden symphonisch arrangiert.


Trotz der zufällig anmutenden, unregelmäßigen Anordnung der Leuchten entsteht die geforderte, homogene Ausleuchtung der in hellen Oberflächen gefassten Bahnsteighallen.
Die Positionierung der ZUG LED-Rohrleuchten folgt keinem festen Raster, sie schweben mal dichter, mal lockerer und überlagern sich in der Vertikalen, weil sie in zwei Ebenen geführt werden. Trotz dieser zufällig anmutenden, unregelmäßigen Anordnung entsteht die geforderte, homogene Ausleuchtung der in hellen Oberflächen gefassten Bahnsteighallen. Zwei Drittel der Rohrleuchten geben ihr Licht primär nach unten, ein Drittel nach oben zur Decke hin ab.
Das Seilprinzip erinnert an die frühen, verspielten Seilleuchten der Niedervolt-Halogenära, die Ingo Maurer entscheidend mitprägte. Hier freilich kommt ein weiterer, durchaus profaner Aspekt hinzu: die flexible Adaption an die unterschiedlichen Höhen und Grundrisse der einzelnen Stationen. Die Stahlseile lassen sich sehr einfach an die jeweiligen räumlichen Gegebenheiten anpassen, ohne dabei das Gestaltungskonzept zu verlassen.
Utermöhlen und seine Kolleg*innen entwarfen 2004 übrigens technologieoffen. Damals stand die LED-Technologie noch relativ am Anfang, daher musste der Spielraum für die Anpassung des Konzeptes an die Lichttechnik groß genug sein. Letztlich war die Frage nach dem Leuchtmittel aber obsolet, die LED ist nicht erste heute State of the Art. Und so verbaute man in den sieben Haltestellen insgesamt 1984 ZUG LED-Rohrleuchten, die blendfreies Licht mit 4000 K und 4270 lm produzieren. Die Leuchten sind knapp 150 Zentimeter lang, für raue Umgebungen vorgesehen und nahezu wartungsfrei. Und: Sie sind extrem robust. Der zylindrische Leuchtkörper besteht aus schlagzähem PMMA, insgesamt widersteht die Leuchte auch Öl- und Laugenbelastungen, verfügt über ein alterungsbeständiges Dichtungssystem und lässt sich in der Schutzart IP69K sogar per Hochdruckreiniger säubern. Und dank ihres reduzierten Designs macht die ZUG LED auch in diesem anspruchsvollen Kontext eine optimale Figur.
Fotos: NORKA/Frieder Blickle